Hund an Silvester beruhigen: 8 Tipps gegen Angst vor Böllern
Share
Für viele Hunde ist Silvester die schlimmste Nacht des Jahres. Ihr Gehör ist um ein Vielfaches empfindlicher als unseres – Böller, Raketen und Lichtblitze kommen für sie aus dem Nichts. Typische Anzeichen von Angst sind Zittern, Hecheln, Verstecken, Bellen oder der Versuch zu flüchten. Die gute Nachricht: Mit etwas Vorbereitung kannst du deinem Hund die Nacht deutlich leichter machen. Hier sind 8 Tipps, die wirklich helfen.
1. Früh mit der Vorbereitung beginnen
Angst vor Geräuschen lässt sich nicht in einer Nacht lösen. Wenn du schon im November beginnst, kannst du deinen Hund schrittweise an Knallgeräusche gewöhnen: Spiele Feuerwerksgeräusche sehr leise ab, während er frisst oder spielt, und steigere die Lautstärke über Wochen nur so weit, wie er entspannt bleibt.
2. Einen sicheren Rückzugsort einrichten
Hunde suchen bei Angst eine Höhle. Richte deinem Hund einen ruhigen Platz in einem Raum ohne große Fenster ein – zum Beispiel eine abgedeckte Box oder ein kuscheliges Hundebett mit hohem Rand, in das er sich einrollen kann. Wichtig: Gewöhne ihn schon vor Silvester an diesen Platz, damit er ihn mit Ruhe verbindet.
3. Den Gassi-Gang vorverlegen
Gehe am 31. Dezember tagsüber eine ausgiebige Runde, solange es noch hell ist. Abends reicht eine kurze Runde – immer an der Leine, denn viele Hunde laufen bei einem plötzlichen Knall in Panik davon. Ein gut sitzendes Geschirr ist dabei sicherer als ein Halsband.
4. Ohren schützen
Ein Ohrenschutz für Hunde dämpft den Lärm spürbar und gibt vielen Hunden zusätzlich ein Gefühl von Halt. Lass deinen Hund die Kapuze ein paar Tage vorher in Ruhe tragen und belohne ihn dafür – so wird sie an Silvester nicht zum Stressfaktor. Unseren Ohrenschutz RuhePfote findest du in der Kategorie Winter & Silvester.
5. Fenster, Rollläden und Vorhänge schließen
Schließe abends alle Fenster und lasse Rollläden oder Vorhänge herunter. Das dämpft nicht nur den Knall, sondern auch die Lichtblitze, die viele Hunde zusätzlich erschrecken.
6. Mit Geräuschen und Beschäftigung ablenken
Ruhige Musik, ein laufender Fernseher oder ein Ventilator überdecken einen Teil der Geräusche. Ein Kauknochen oder ein befüllter Schleckteller hilft beim Stressabbau, denn Kauen und Schlecken wirken auf Hunde beruhigend.
7. Selbst ruhig bleiben
Dein Hund orientiert sich an dir. Bleib gelassen, sprich ruhig mit ihm und lass Nähe zu, wenn er sie sucht. Trösten ist erlaubt – Angst lässt sich dadurch nicht „verstärken“. Schimpfen oder Bestrafen dagegen macht alles schlimmer.
8. Tierarzt frühzeitig fragen
Hat dein Hund sehr starke Angst, sprich rechtzeitig mit deinem Tierarzt. Er kann dich zu Verhaltenstraining und gegebenenfalls zu passenden Mitteln beraten. Gib deinem Hund niemals Medikamente ohne tierärztliche Rücksprache.
Checkliste für den 31. Dezember
- Große Runde am Tag, abends nur kurz und angeleint
- Rückzugsort vorbereitet und bekannt
- Ohrenschutz vorher geübt
- Fenster und Rollläden geschlossen
- Musik oder Fernseher an, Kauartikel bereit
- Marke mit Telefonnummer am Geschirr, Chip registriert
Mit diesen Tipps kommt dein Hund deutlich entspannter ins neue Jahr. Alles, was dabei hilft – vom Ohrenschutz bis zum warmen Wintermantel – findest du in unserer Kategorie Winter & Silvester.